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1.-3.10.2006 @ Schloss Goseck

Gendos (+Dominik Strycharski)



Gennady GENDOS Tchamzyryn 

Obertongesang (Kehlkopfgesang), dungur (Schamanentrommel), tim-pan (keltisches Saiteninstrument), Cello, chadagan (tuvinisches Zupfbrett), homus (Maultrommel), doshpooloor Gendos kommt aus Tuva, der russischen Republik in Zentralasien; er ist nicht nur Musiker, sondern auch Meister und Lehrer des Kehlkopfgesangs, er ist Bildhauer, Instrumentenbauer und: Schamane. Gendos singt Kargyraa, die tiefste der Bassvarianten des traditionellen Kehlkopfgesangs. Diese Variante steht in Verbindung mit Gendos Identität als Schamane: damit gehört er zum irdischen Teil, den Wurzeln des Ham-Dyt, des Schamanenbaum und ist als Schamane für die unterirdischen Sphären "zuständig". Gennadys Kunst und Praxis steht in der Tradition seines Großvaters, der den Schamanismus in Tuva praktizierte. Als Musiker entwickelte er sein Talentseit den 90er Jahren; zunächst 1994 mit der Gruppe Biosyntes, die gemeinsam beim Berliner Total Musik Meeting mit Sainkho Namtchylak das Album "First Takes" vorstellte und veröffentlichte. Damit hatte sich Gennady zunächst nicht für die folkloristische und Weltmusikszene, sondern für die musikalische Avantgarde in der Musikszene Tuvas entschieden. Gemeinsam mit den Engländern Ken Hyder und Tim Hodgkinson formte Gendos das K-Space Projekt, das seit den 1990er Jahren aktiv war und eine Fusion von experimentellem Jazz mit schamanistischer Kultur präsentierte. Gemeinsam mit Alexander Sayaa (ex-Yat-Kha) gründete Gennady dann 2000 Gen-DOS, eine Roots-Rock-Gruppe. 2004 begann er das Ugaan-Projekt mit dem Polen Darek Makaruk, das sich der Fusion zeitgenössischer elektronischer Musik und traditioneller Musik aus Tuva zuwandte. Nicht nur über seine Agentur ist Gendos eng mit Polen verbunden. Er verbringt mehrere Monate im Jahr in Polen, das ihm zur Heimatbasis für seine zahlreichen Konzerte in Europa geworden ist. Außerdem pflegt er enge Kontakte zu vielen polnischen Musikern, v.a. im Jazz und Free Jazz Bereich (z.B. Mazzoll). 

DISCOGRAPHIE GENDOS: 

1/ Gendos solo - Ham-Dyt 2005 LUNA MUSIC (PL) 2/ Gendos solo ”Kamlanie” 2004 LONG ARMS (RUS) 3/ Gen-DOS “Schizo i.d.” 2000 DARKY MUSIC Tuva (RUS) 4/ K-Space “Bear Bones” 2002 SLAM RECORDS (GB) 5/ Biosynthes "Deity" 1996 SoLyD Records (RUS) 6/ Biosynthes with Sainkho Namtchylak “First Take” 1996 FMP (D) 7/ Gen-DOS " Bay Tayga" 8/ K-Space "Going Up" 9/ Ugaan

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