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16.12.2006 @ Kunstraum parismoskau

Henning Lundkvist, Patrick Franke



Henning Lunkvist (lebt und arbeitet in Malmoe, Schweden) ist Sound- und Textarbeiter. Seine Konzerte sind weniger musikalische Performance als "Praesentation", waehrend der er spricht und Sounds einspielt. Die Konzerte fokussieren dabei eher auf die Diskussion eines Themas: Sound als Mittel der Kommunikation. Nichtsdestotrotz hat Aesthetik einen Platz in seiner Arbeit. Lundkvist benutzt gesampelten Text und Sounds als Mittel zur Standpunktkritik. Dabei entsteht hoerspielartiges, "audio crime novels", pamphlet novels, Radiotheater, Soundinstallationen etc. 

Henning Lundkvist studierte Kunstgeschichte und Sozialgeographie an der Lund University, Malmoe University College, Umeaa University and Stockholm University. Von 1997-2000 Musical studies an der Per Brahe High School, Joenkoeping. Er arbeitet seit 10 Jahren mit Sound und Text, veroeffentlichte mehrere Tontraeger (u.a. beim schwedischen Label Komplott Records). Seine Arbeiten wurden in Radioprogrammen in Schweden, Deutschland und Nordamerika ausgestrahlt. Er spielte und wird spielen u.a.: MNAC (Museum of Contemporary Art, Bucharest), Norberg Festival of Electronic Music and Rooseum Centre for Contemporary Art, Ausland, Berlin.

Patrick Franke ist vielen Leipzigern durch seine Alulatonserien (Konzertreihe und Label) bekannt. Im parismoskau stellt er die Rauminstallation aus seiner Trilogie "fuer georg hartmann" vor. Dazu Patrick Franke: Mit "fuer georg hartmann" nehme ich Bezug auf den Film "Der Kopf des Mohren" von Michael Haneke/Paulus Manker. In diesem kommt der in der Grossstadt lebende Familienvater Georg Hartmann zunehmend zu der Ueberzeugung, dass unausweichliche Oekokatastrophen bevorstehen. Als seine Versuche dies seinen Mitmenschen zu signalisieren immer wieder scheitern, verfaellt er zunehmend in Wahnvorstellungen und geraet letztlich in die Isolation. In meinen 3 Arbeiten der Trilogie naehere ich mich einzelnen Stimmungen, Situationen oder Gegenstaenden des Filmes an und schaffe eine isolierte Entsprechung/Interpretation dazu. Die [im parismoskau gezeigte Raum-] Installation wendet sich einer Art Laborsituation zu. In einem Raum mit Fenstern sind UV-Lampen installiert, wie sie zur Aufzucht von Pflanzen benutzt werden. Von ausserhalb des Gebaeudes laesst sich ein dichter farbiger und raumfuellender Lichtschein erkennen. Innerhalb des begehbaren Raumes wird der Blick auf die Lampen durch eine Stellwand verwehrt, die den Querschnitt des Raumes ausfuellt und so die Betrachter/innen von den Lampen abtrennt. Mit der Installation wird direkt Bezug auf den Film genommen sowie Verweise zu den die Trilogie umspannenden Themenfeldern gegeben. 

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