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1.-11.7.2010 @ Kirschau (Oberlausitz)

obPHON Hoerkunsttage / Sound Art Days / Dni Sztuki D?wi?kowej



IGNAZ SCHICK + DAWID SZCZESNY (live: 1.7.2010, 20 Uhr)
SEBASTIAN BUCZEK (live: 4.7.2010, 20 Uhr, Installation ab 1.7.)
BARTEK KUJAWSKI (Sound Installation 1.-11.7.2010)
MARCIN DYMITER / EMITER (Sound Installation 1.-11.7.2010)
JACEK MAZURKIEWICZ (live Sets ab 1.7., Konzert: 5.7.2010)


und viele andere...

@ Kirschau (Oberlausitz bei Bautzen)

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DAWID SZCZÊSNY (PL/Wroc³aw): Laptop
IGNAZ SCHICK (D/Berlin): Turntables, Objects

Konzert
1.7.2010, 20 Uhr
Werk IV, Kirschau

Das Projekt des Polen Dawid Szczêsny (*1985 in Polen) und des Deutschen Ignaz Schick (*1972 in Tostberg, Bayern) ist mehr als das Zusammentreffen von zwei Musikergenerationen über Ländergrenzen hinweg. DAWID SZCZÊSNY hat einen Hip-Hop-Hintergrund und konzentriert sich nun auf samplebasierte ambiente Laptopproduktionen. Sein Klangmaterial besteht aus musikalischen Samples und Klangschnipseln, die er alten Vinylen oder Tapes entnimmt. Der Turntablist, Komponist, Performer und Soundkünstler IGNAZ SCHICK entwickelte einen einzigartigen elektroakustischen Setup, den er "rotating surfaces" nennt. Verschiedene Materialien und Objekte (Holz, Plastik, Papier oder Violinenbogen sowie Cymbals) spielt er direkt auf der rotierenden Metallplatte der Schallplattenspieler. Die Vibrationen werden mit kleinen Kondensatormikrophonen abgenommen. Damit bewegt er sich in unterschiedlichen Richtungen der zeitgenössischen Musik von experimenteller Musik bis harsh noise. Im Zusammenspiel mit den ambienten und zurückhaltenden Klängen von Dawid Szczêsny ergibt sich ein einzigartiger organischer und warmer Sound. Szczêsny & Schick spielten u.a. in Leipzig, Berlin und Wroclaw. Die CD „objects in the mirror are close than they might appear“ dokumentiert den ersten Abschnitt ihrer Zusammenarbeit und erschien auf dem Wiener Label „Non visual objects“. 

DAWID SZCZÊSNY veröffentlicht u.a. beim Frankfurter Mille Plateaux Nachfolgelabel Supralinear oder beim polnischen Monotype Label. Kollaboration mit Ignaz Schick, Sofie Loizou (Australien) oder dem Rapper Non-Genetic (Shadowhuntaz, L.A.).

IGNAZ SCHICK hat einen Free Jazz- sowie einen akademischen Hintergrund (studierter Saxophonist und ehemaliger Assistent von Komponist Josef Riedl) und spielte in Avant-Rock Bands. Seit 1995 lebt er in Berlin und wurde aktive und treibende Kraft der „Berlin Nouvelle Vague”- sowie der dortigen „Echtzeitmusik“-szene. Auftritte bei zahlreichen renommierten Festivals, Künstlerstipendien z.B. 2008 Künstlerhaus Worpswede, Radioproduktion und -aufführungen u.a. für ORF, BR, DLR, DLF, WDR. Zahlreiche Kollaborationen, u.a. mit Zbigniew Karkowski, Burkhard Beins, Tony Buck, Keith Rowe, Olaf Rupp, Alexei Borisov. 

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SEBASTIAN BUCZEK

Konzert
einige Termine, tba @ Werk IV, Kirschau

Sebastian Buczek ist Parasitologe, Mikrofotograf, Erfinder, Filmemacher und Grafiker. Er stellt Bücher her, baut Musikroboter und bizarre Instrumente. Er tritt auf als Musiker und Klangkuenstler. Sein Arbeitsgerät ist ein archaisches, von ihm entworfener Grammofonprototyp zum zeitgleichen Aufzeichnen und Abspielen von Geräuschen, Klang und Musik. Als Tonträger verwendet er Metall-, Glas- oder mit Wachs überzogene Holzscheiben, in einigen Fällen arbeitet er auch speziell gefertigte Scheiben aus Schokolade. Diese nutzt er live als Aufzeichnungs- und Abspielmedium für mit Klarinette, Stimme und anderen Instrumenten eingespielte Musik oder Umgebungsgeräusche. 

Seine Arbeit  entstammt den Entwicklungen der Vor-Vinyl-Ära, die er als Inspiration auf seinen einzigartigen künstlerischen Pfad zwischen Performance, Konzert, Live-Aufnahme, DJ-ing, Installation und Gesamtkunstwerk mitnimmt. Analog zu den einfachen Grundmaterialien seiner Arbeit ist das hörbare Output Buczeks faszinierend roh. Das Zusammenspiel galaktischen Zischens, kosmisches Knisterns, warmen Knatterns und kauzigen Knackens ergeben einen faszinierenden, nie gehoerten Sound zwischen Minimalismus, Noise, Ambient und Jazz. 

Sebastian Buczek kommt aus Lublin in Ostpolen und studierte an der Kunstakademie in Katowice/Krakau. Die letzten zwei Jahre verbrachte er u.a. auf der Suche nach Parasiten in Brasilien. Er spielte und trat in Erscheinung in Köln, Wien, Stuttgart, Berlin, Leipzig, Stralsund, in Polen, den USA und Brasilien. In Kirschau gibt es eine der aeusserst seltenen Gelegenheiten, Sebastian Buczeks einzigartige Kunst zu erleben.


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BARTEK KUJAWSKI

"Kittens" (Sound Installation)
1.-11.7.2010 @ Kirschau

Bartek Kujawski (*1978) veröffentlichte seit Anfang der 2000er Jahre auf dem polnischen Label mik.musik.!. mehrere Tonträger unter dem Pseudonym 8Rolek. Seit einiger Zeit widmet er sich unter seinem bürgerlichen Namen den ernsteren Spielarten experimenteller Musik. Sein Debut-Album „Murlull Movies“ von 2008 zeigt jedoch, dass er dabei weder seine Elektronika-, Techno-, Break- oder Clicks’n’Cuts-Wurzeln kappt noch die Intensität der von ihm angestrebten Verbindung von Emotionalitaet, Menschlichkeit und Sound leidet. Seine Installationen schaffen den unmerklichen Uebergang von komplex erstellten Sounds zu geradliniger, offener Interaktivitaet. Hier wie auch bei seinem Party Alter Ego DJ Ojciec Ryzyko zeigt sich hier die wahre Leidenschaft des Kuenstler-Programmierers: Sozialer Trash, schwarzer Humor und der Horror des Alltags.  
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MARCIN DYMITER aka EMITER (PL/Gdañsk) 

"Alfabet" (Sound Installation)
1.-11.7.2010 @ Kirschau

Marcin Dymiter ist Emiter und als solcher in der Welt der elektronischen Musik seit den 1990er Jahren unterwegs, seitdem unzählige Auftritte, Tonträgerveröffentlichungen und Kollaborationen. Seit einigen Jahren arbeitet er mit Soundinstallationen und anderen Formen akustischer Kunst, sein aktuelles Projekt „mo¿e morze“ (2009)ist ein partizipatives akustisches Kunstprojekt bei dem auf narrativer Ebene von und mit Kindern und Erwachsenen über Interviews und Feldaufnahmen ein Hörkunstportrait der Ostsee erstellt wurde. Für die ObPHON-Hörkunsttage entwirft er eine akustische Konfrontation der deutschen und polnischen Sprache. 

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JACEK MAZURKIEWICZ

"3FoNIA persenting .../PLACES/" (Solo-Live-Sets)
several days from 1.7.2010 @ Kirschau
Konzert: 5.7.2010 @ Werk IV, Kirschau

Jacek Mazurkiewicz, Kontrabassist und Komponist. Lebt in Warschau. Sein Interesse gilt der improviserten, elektronischen Musik, dem Jazz und dem Folk. Seine Musik basiert auf Emotion und Puls und nicht auf der Art von Virtuositaet typischerweise assoziiert mit Jazz-Kontrabassisten. Im Spiel mischt er auch Elektronik mit akustischem Spiel. Immer auf der Suche nach neuen Sounds und neuen Orten fuer seine Musik.  Kooperationen: Andrzej Przybielski, Jerzy Mazzoll, Joanna Duda, DJ Ros, Jorgos Skolias, Patryk Zakrocki, Robert Knuth, Am -  Sveerg, Jacek 'Budyn' Szymkiewicz, Woytek Konikiewicz, Antoni Ziut Gralak, Wojak, Jerzy  Stachura, 'Szulerzy', 'Tangueros Balticos', Musical Theatre/gdynia, Performer Theatre,  unabhaengige Filmprojekte, Off-Theater...  Bands:  -ʻ3FoNIA - JACEK MAZURKIEWICZ SOLOʼ,  - PuPuPiDu,  - Andy Przybielskiʼs Trio  -Mazzoll InFormation  -CRASH - Iwona Jedruch & Jacek Mazurkiewicz  -Light Roots Reggae 

www.myspace.com/3fonia

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kuratiert von Kata Adamek & Bernd Adamek-Schyma
organisiert von obART (www.obart.eu)
unterstuetzt vom Polnischen Institut Berlin - Filiale Leipzig (www.polnischekultur.de)

Gesamtprogramm obPHON hier


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